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Kino News
Yoko
- 2-12-2012
- kategorisiert in: 2011, Abenteuer, Europäischer Film, Jetzt im Kino, Kinderfilm

Regie: Franziska Buch
Schauspieler: Jessica Schwarz, Tobias Moretti, Justus von Dohnányi
Genre: Kinderfilm, Abenteuer
Länge: 103 min.
Land: Deutschland/Österreich/Schweden 2011
Starttermin Deutschland: 16.02.2012
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Filmverleih: Sony Pictures
Mit „Yoko“ bringt Regisseurin Franziska Buch eine liebenswerte Kreatur und seine Abenteuer, erfunden von Buchautor Ludger Jochmann, auf die Kinoleinwand.
Pia wohnt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Marcella in einem ruhigen, verschlafenen Städtchen. Pias Leben gerät jedoch völlig durcheinander, als sie eines Tages in ihrem Baumhaus ein zotteliges Wesen mit weißem Fell namens Yoko entdeckt. Der kleine Yeti entkam einem unsympathischen Großwildjäger, welcher ihn aus seiner frostigen Heimat, dem Himalaya-Gebirge entführte. Pia freundet sich sogleich mit
der ungewöhnlichen Kreatur an und hat alle Mühe, ihn vor ihrer Mutter, der neugierigen Schwester und natürlich auch vor dem bösen Großwildjäger van Sneider zu verstecken. Weil Yetis nur in eisigem Klima überleben, zieht Yoko kurzerhand in die Kühltruhe von Pias Mutter. Doch als die Situation sich zuspitzt, muss Pia ihren Freund Lukas einweihen, denn sie will Yoko unter allen Umständen beschützen und verhindern, dass der liebenswerte Yeti an den skrupellosen Zoodirektor Kellermann verkauft wird.
Highlight der abenteuerlichen Familienkomödie ist ohne Zweifel der pelzige Yoko mit großen Kulleraugen und gutmütiger Natur. Dass der Yeti besondere Kräfte besitzt, verleiht der Story Charme und ein wenig Mystik. Auch die Hintergrundgeschichte um Pias Vater, der während einer Bergsteigertour im Himalaya spurlos verschwand, bereichert den Film und bringt Tiefgang in die kinderfreundliche Handlung. Die Rolle der Pia (Jamie Bick) sowie die Rollen von Lukas ( Friedrich Heine) und die der kleinen Schwester Marcella (Lilly Reulein) sind an die Geschichte angepasst und wurden sehr sympathisch dargestellt. Ecken und Kanten liefert die Rollen des Großwildjägers, der Bösewicht des Abenteurerfilms, gespielt von Tobias Moretti. Ihm gelang eine meisterhafte Darstellung des Fieslings der Geschichte, und so gibt es für das Publikum jede Menge Grund für Schadenfreude ohne schlechtes Gewissen. Das Drehbuch lässt der Rolle von Pias Mutter (Jessica Schwarz) leider wenig Raum für eine Charakterdarstellung mit Profil.
Regisseurin Franziska Buch verzichtet in der Geschichte von Yoko auf Experimente, Storytwists und zusätzliche Erzählstränge. Doch gerade aufgrund der naiven Natur des Films ist Yoko bestens für kleine Kinder geeignet. Die Figur des wuscheligen Yetis mit hohem Niedlichkeitsfaktor wird direkt ins Herz geschlossen. Da sich ein Happy End bereits zu Beginn des Films erahnen lässt, kann sorglos über die Ungeschicklichkeit der Filmschurken gelacht werden. Der mitunter etwas slapsticklastige Humor, die absolut kindgerechte Story und nicht zuletzt der aufwendig gestaltete Animatronic-Yeti versprechen ein unterhaltsames Filmerlebnis. Dass sich in einigen Szenen hinsichtlich des puscheligen Bergbewohners der Computeranimation bedient wurde, mindert den Charme der Familienkomödie nicht im Geringsten.

