Verblendung- Der Film

 

Originaltitel: The Girl with the Dragon Tattoo
Regie: David Fincher
Schauspieler: Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer
Genre: Thriller
Länge: 158 min.
Land: USA 2011
Starttermin Deutschland: 12.01.2012
FSK: ab 16 Jahre
Verleih: Sony Pictures

Originaltitel: The Girl with the Dragon Tatto
Regie: David Finche
Schauspieler: Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer
Genre: Thriller
Länge: 158 min.
Land: USA 2011
Starttermin Deutschland: 12.01.2012
FSK: ab 16 Jahre
Verleih: Sony Pictures

Erst 2009 war „Verblendung“, der erste Teil der Thriller-Trilogie von Stieg Larsson, bereits einmal verfilmt worden, nur drei Jahre später kommt nun eine weitere Verfilmung des Buches in die Kinos. Der US-Regisseur David Fincher, seit seinen Erfolgen „Seven“ und „The Social Network“ bekannt für seine Vorliebe für dunkle Stoffe, lässt in seiner Version von „Verblendung“ James Bond-Darsteller Daniel Craig in Schweden ermitteln.

Der Großindustrielle Henrik Vanger leidet auch 40 Jahre nach dem Verschwinden seiner Nichte Harriet unter diesem Schicksalsschlag. Er ist sich sicher, dass Harriet einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist, und dass als Täter nur jemand aus der eigenen, verhassten Familie infrage kommt. Bei derSzenenbild-Verblendung-LisbetSuche nach einem Ermittler, der Licht in das Dunkel bringen kann, stößt er auf den gescheiterten Investigationsjournalisten Mikael Blomkvist. Dieser steht nach einer Verleumdungsklage vor den Ruinen seiner Existenz. Vanger lässt Blomkvist von der jungen Hackerin Lisbeth Salander durchleuchten, bevor  er ihm den Auftrag erteilt, herauszufinden, was vor 40 Jahren geschehen ist. Zusammen mit der unkonventionellen jungen Frau, die über außerordentliche Fähigkeiten verfügt und durch den Job eine Stellung in der Gesellschaft finden möchte, begibt sich der Journalist in ein Netz von Intrigen, Lügen und Gewalt. Die beiden stoßen auf eine Serie von grausamen Frauenmorden in den 50er Jahren – und geraten dabei selbst in höchste Gefahr.

Während die schwedische Verfilmung vor allem die Rolle des Journalisten Blomkvist in den Mittelpunkt stellte, steht in der Fincher-Version die junge Frau mit ihren Tattoos und Piercings im Fokus. Auch wenn Lisbeth Salander in der Neuverfilmung nicht ganz so auffällig herüberkommt wie ihre Vorgängerin, ist sie in der Darstellung ihrer Fähigkeiten und Gefühle mit sehr viel mehr Tiefe angelegt. Fincher spart in seinem dunkel gehaltenen Film nichts aus: Rasant lässt er seine Ermittler agieren, die brutalen Szenen wie Vergewaltigungen lassen an Deutlichkeit nichts vermissen. 
Die Hauptrollen des Thrillers sind hervorragend besetzt. Daniel Craig hat schon als James Bond bewiesen, dass er das Zeug zum Agenten hat, auch hier wirkt er als Mikael Blomkvist in jeder Szene überzeugend. Die bis dahin relative unbekannte Jungschauspielerin Rooney Mara als Lisbeth Salander ist brillant und stellt Vorgängerin Noomi Rapace durch einfühlsames Spiel in den Schatten. Die Auftritte von Hollywoodgröße Christopher Plummer als Henrik Vanger sind zwar nur spärlich, hinterlassen jedoch beim Zuschauer einen nachhaltigen Eindruck.
Mit „Verblendung“ ist es Regisseur Fincher gelungen, die Romanvorlage von Stieg Larsson überzeugend umzusetzen. Herausgekommen ist ein überaus packender, rasanter Thriller, der wegen der brutalen Szenen völlig zu Recht erst ab 16 Jahren freigegeben wurde. Auf die beiden weiteren Teile der Trilogie, die ebenfalls von Fincher verfilmt werden sollen, darf der Zuschauer gespannt sein.


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