The Lady- Ein geteiltes Herz

Regie: Luc Besson
Schauspieler: Michelle Yeoh, David Thewlis, Jonathan Raggett
Genre: Drama
Länge: 133 min.
Land: Frankreich, Großbritannien 2011
Starttermin Deutschland: 05.04.2012
FSK: ab 12 Jahre
Filmverleih: Universum (Walt Disney)
Originaltitel: Dans la lumière

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Luc Besson, der französische Starregisseur mit einem Faible für starke Frauengestalten, erzählt in seinem neuen Film „The Lady – Ein geteiltes Herz“ die Geschichte einer weiteren starken Frau. Aung San Suu Kyi opferte für die Demokratisierung ihres Landes Birma, heute Myanmar, ihre Freiheit und erhielt 1991 dafür den Friedensnobelpreis. 



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Der Vater von Aung San Suu Kyi kämpfte für die Unabhängigkeit seines Landes von Großbritannien und wurde während einer Kabinettssitzung 1947 ermordet. Ihre Mutter war die erste weibliche Botschafterin von Birma in Indien, wo Aung San Suu Kyi aufwuchs. Bei ihrem Studium in Oxford lernte sie ihren Mann Michael Aris kennen und heiratete ihn 1972. Das Paar bekam zwei Söhne. Als die Mutter von Aung San Suu Kyi einen Schlaganfall erleidet, kehrt sie in ihr Heimatland zurück und wird Zeugin von Studentenunruhen, die blutig niedergeschlagen werden. Regimegegner bitten die Tochter ihres Volkshelden, sich für ihre Ziele einzusetzen. Sie beschließt, im Land zu bleiben und für die Wahlen zu kandidieren. Auf ihren überraschend hohen Wahlsieg reagiert die Militärregierung mit der InhaftierungThe Lady-Szene ihrer Parteigenossen. Aung San Suu Kyi wird unter Hausarrest gestellt und verbringt insgesamt 15 Jahren in der Isolation, in der sie ihre Familie nicht sehen darf. In England setzt sich ihr Mann Michael bis zu seinem Tod 1999 für seine Frau und ihren Kampf für eine unabhängige demokratische Regierung des Landes ein. Erst 2010 wird der Hausarrest aufgehoben. 
Die Idee zu dem Film hatte die malaiische Schauspielerin Michelle Yeoh, die der Politikerin erstaunlich ähnlich sieht. Sie war an Besson herangetreten und hatte ihn darum gebeten, einen Film über das Leben der Nobelpreisträgerin zu produzieren. Luc Besson fand an der Geschichte so starkes Gefallen, dass er selbst die Regie übernahm. Dabei stellte er die persönliche Geschichte des Aung San Suu Kyi und ihres Ehemannes Michael in den Vordergrund. Der persönliche Hintergrund der Kämpferin für ein demokratisches Myanmar bleibt nahezu unterwähnt, auch die politischen Wirren der ehemaligen britischen Kolonie finden kaum Beachtung. So dümpelt die Geschichte einer starken, mutigen Frau, die in ihrem Land als „The Lady“ verehrt wird, als Ehedrama eines Paares, das über die meisten zweit seines Lebens getrennt ist, an der Oberfläche dahin. 
Einzig die Darsteller schaffen es, dem Film eine gewisse Tiefe zu verleihen. Michelle Yeoh gelingt eine überzeugende Darstellung der Aung San Suu Kyi, die mit ihrem würdevollen Auftreten die Menschen in aller Welt beeindruckt. David Thewlis, („Sieben Jahre in Tibet“ und „Gefährten“), steht ihr als Michael dabei nicht nach.
Luc Besson hat mit „The Lady – Ein geteiltes Herz“ die Chance, dieser mutigen Frau, die ihr persönliches Glück hinter das ihres Volkes zurückstellt, ein Denkmal zu setzen, leider verpasst. Geblieben ist eine Ehegeschichte mit bewegenden Darstellern. Am 5. April wird der Film in den deutschen Kinos anlaufen.


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