Lincoln

Regie: Steven Spielberg
Schauspieler: Daniel Day-Lewis, Sally Field, David Srathaim
Genre: Historienfilm
Länge: 105 min.
Land: USA 2012
Starttermin Deutschland: 24.01.2013
FSK: ab 12 Jahre
Filmverleih: Fox
Originaltitel: Lincoln

Wieder einmal hat sich Steven Spielberg eines historischen Themas angenommen. In seinem Spielfilm „Lincoln“ erzählt er von den letzten Monaten der Regentschaft des noch heute populären Präsidenten Abraham Lincoln. Der auf der Buchvorlage „Team of Rivals: The Political Genius of Abraham Lincoln“ vonLincoln - Szene1 Doris Kearns Goodwin beruhende Film wurde bereits jetzt in mehreren Rubriken für den Washington Film Critics Award nominiert. 

Abraham Lincoln hat ein großes Ziel. Er möchte das Land, das sich mitten im Bürgerkrieg befindet, einen und die Abschaffung der Sklaverei gesetzlich festlegen. Dabei trifft er auf Widerstand nicht nur seiner politischen Gegner, auch seine republikanischen Parteifreunde stehen längst nicht alle hinter diesem Vorhaben. Um die Verabschiedung des dreizehnten Verfassungszusatzes zu erreichen, mit dem die Sklavenhaltung verboten wird, ist dem vom Norden verehrten Präsidenten nahezu jedes Mittel recht. Friedensverhandlungen mit dem Süden lässt er platzen, um sein Vorhaben voranzubringen – eine Entscheidung, die vielen Tausenden Soldaten das Leben kosten wird. Lincoln muss sein ganzes politisches Geschick in die Wagschale werfen, um auch seine Gegner für seinen Plan zu gewinnen, und sich dafür auch den Niederungen der Tagespolitik hingeben. Sein Familienleben bleibt bei seinem Kampf auf der Strecke. 
Steven Spielberg bemüht sich in seinem Film, ein realistisches Bild eines der noch heute höchst geschätzten Präsidenten der Vereinigten Staaten zu zeigen. Dass dabei das Bild Lincolns Risse bekommt, ist nicht verwunderlich. Spielbergs Lincoln ist ein Mann, der moralische Bedenken zugunsten eines höheren Zieles hintenanstellt. Dabei setzt der bekannte Regisseur nicht auf technische Effekte, sondern er lässt in erster Linie seine Darsteller agieren. Kleidung und Ausstattung sind auf die Zeit des Rezessionskrieges abgestimmt und vermitteln ein gutes Bild derLincoln - Szene2 damaligen Zeit. Dunkle Farben und Großaufnahmen der Gesichter geben dem Zuschauer die Gelegenheit, sich ganz auf das Geschehen auf der Leinwand einzulassen.
Die Riege der Schauspieler kann sich sehen lassen. In der Hauptrolle, für die eigentlich Liam Neeson vorgesehen war, spielt Daniel Day-Lewis einen Präsidenten, der sich zerrissen von Moral und politischem Kleinkrieg zeigt. Tommy Lee Jones weiß in seiner Rolle als Thaddeus Stevens die Filmkritiker so zu überzeugen, dass er eine Nominierung als bester Nebendarsteller erhielt. In weiteren Rollen vervollständigen Sally Field als Mary Todd Lincoln, David Stratham als William Seward und Joseph Gordin-Levitt als Robert Todd Lincoln die Crew.
„Lincoln“ ist ein Film, der einen durchaus aktuellen Bezug zur derzeitigen Politik der USA und ihres Präsidenten Obama herstellt. Auch deshalb schob Spielberg die Veröffentlichung bis zum Ende der Präsidentschaftswahlen auf. Freunde von politischen und historischen Filmen erwarten spannende und nachdenkliche Momente, wenn der Film am 24. Januar auch in den deutschen Kinos gezeigt wird. 


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