Jonas

Regie: Robert Wilde
Schauspieler: Christian Ulmen
Genre: Komödie
Länge: 110 min.
Land: Deutschland 2012
Starttermin Deutschland: 05.01.2012
FSK: ab 6 Jahre

Der achtzehnjährige Jonas hat große Probleme in der Schule. Nachdem er nun schon mehrere Ehrenrunden drehen musste, gibt ihm die Gesamtschule in Brandenburg eine allerletzte Chance. Hier erhält er die Möglichkeit doch noch seinen Schulabschluss zu machen. Zunächst muss er jedoch eine Probezeit von sechs Wochen absolvieren, in denen er durch sein Verhalten und seine Noten zeigt, dass er genug Ehrgeiz für diese Chance besitzt. Jonas gibt sich Mühe, doch das Lernen fällt ihm nicht leicht. Gerade in dem Fach Mathe hat er große Schwierigkeiten. Er umschwärmt seine Musiklehrerin und gründet eine Schulband. Aber auch das reicht nicht aus, um den Druck der Lehrer standzuhalten. 


„Jonas“ ist ein einzigartiges Filmprojekt von und mit Christian Ulmen. Sein größter Albtraum ist es, das Abitur noch einmal nachholen zu müssen. Aus diesen Ängsten entstand die Idee für diesen Film. Denn „Jonas“ ist eine Art Dokumentation. Christian Ulmen schlüpft selbst in die Rolle des Jonas und nimmt regulär wieder am Schulalltag teil. Er muss Prüfungen schreiben, er macht Hausaufgaben und er mussJonas klasseAufgaben an der Tafel lösen. Für diese Rolle befand er sich täglich ab halb vier Uhr morgens in der Maske und ließ sich zu dem achtzehnjährigen Schüler umstylen. Die anderen Schüler und Lehrer sind echt. Angeblich haben sie ihn während der Dreharbeiten nicht als Ulmen entlarvt. Das ist zunächst schwer zu glauben. Denn durch seine vorhergegangenen Filmprojekte, in denen es meist um Provokation ging, hat er eine große Popularität erlebt und ein weitreichendes Bekanntheitsmaß erlangt. Sieht man jedoch den Film „Jonas“, wird es nachvollziehbar, dass ihn keiner erkannt hat. Denn der Schulalltag kommt absolut authentisch herüber und nach einiger Zeit vergisst der Zuschauer vollkommen, dass es sich um Ulmen und nicht um Jonas handelt. Ulmen spielt seine Rolle überraschend echt und findet sich vollkommen ein. Der Zuschauer fühlt sich irgendwann in seine eigene Schulzeit zurück versetzt und fühlt mit Jonas, der allerhand Schwierigkeiten hat. Die Reaktionen der Lehrer rufen eigene Erinnerungen wach und vielleicht auch die eigenen Albträume. Helge Schneider singt in dem Film „Schule muss man nicht von innen seh´n“ und trifft damit die Kernaussage des Films. „Jonas“ ist ein interessantes Experiment, was durchaus sehenswert ist. Gerade für Ulmen-Fans sollte der Film ein Muss sein, auch wenn ihn die Fans hier einmal in einer ganz anderen Rolle sehen.


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