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Kino News
Johnny English - Jetzt erst recht!
- 10-20-2011
- kategorisiert in: 2011, Abenteuer, Europäischer Film, Jetzt im Kino, Komödie
Regie: Oliver Parker
Schauspieler: Rowan Atkinson, Gillian Anderson, Dominic West
Genre: Komödie
Länge: 72 min.
Land: Großbritannien 2011
Starttermin Deutschland: 06.10.2011
FSK: ab 6 Jahre
Wer sich für "Johnny English - Der Spion, der es versiebte" (2003) begeistern konnte, hat nun mit "Johnny English - Jetzt erst recht!" erneut die Möglichkeit, Rowan Atkinson als schusseligen Superagenten zu erleben. Der Film, diesmal unter der Regie von Oliver Parker, führt Johnny English an die unterschiedlichsten Schauplätze dieser Welt, wo er eine internationale Geheimorganisation entlarven muss.
Ausgangspunkt der Handlung ist ein zurückliegendes Ereignis, über das der Kinobesucher erst im Laufe des Films Genaueres erfährt. Der ehemalige Superagent Johnny English hält sich aus Scham über einen verpatzten Auftrag in einem Kloster in Tibet auf, um dort seine Stärke und sein verlorenes Selbstbewusstsein wiederzuerlangen. Vor 5 Jahren hatte er den Auftrag, den Präsidenten von Mosambik zu beschützen, was für diesen überaus tragisch endete. Während English sich von einer hübschen Mitarbeiterin ablenken ließ, konnte eine Geheimorganisation namens Vortex den Präsidenten ausschalten.
Um ein weiteres Attentat, diesmal auf den chinesischen Premierminister Ping, zu verhindern, wird English vom MI7 reaktiviert. Während sich seine neue Vorgesetzte Pegasus (recht farblos gespielt vom X-File-Star Gillian Anderson) eher skeptisch zeigt, ist die Verhaltenspsychologin Kate Sumner (dargestellt von Rosamunde Pike, die man bereits aus dem Bondstreifen "Die Another Day" kennt) überaus angetan vom Comeback des Top-Agenten. Gemeinsam mit dem jungen Nachwuchsagenten Tucker kommt English Vortex auf die Schliche und findet heraus, dass sich die Geheimorganisation aus Doppelagenten der drei großen Geheimdienste CIA, KGB und MI7 zusammensetzt. Um diese zu entlarven, verprügelt English schon mal die ein oder andere Oma oder flüchtet in einem Rollstuhl mit Raketenantrieb vor der Polizei. Während sich die ersten beiden Vortexmitglieder recht einfach ausschalten lassen, entpuppt sich der Maulwurf im MI7 als gewiefter und schafft es, English selbst als Doppelagenten dastehen zu lassen. Um sich aus dieser Situation zu befreien, muss der Superagent wieder einmal sein gesamtes, fragwürdiges Können unter Beweis stellen. Aber auch seine romantische Ader kommt diesmal zum Vorschein und bringt ihn in die ein oder andere brenzlige Lage.
"Johnny English - Jetzt erst recht!" ist eine typische Agentenparodie, bei der es darum geht, den tolpatschigen Helden in gefährlichen Situationen zu sehen, die er dann mit einer geballten Ladung an Ungeschicklichkeit teilweise besser zu meistern versteht als jeder muskelbepackte Superagent. Man darf sich bei diesem Film keine allzu großen Hoffnungen machen, was Spannung oder Handlung betrifft. Filme wie diesen hat jeder schon einmal gesehen und auch hier erwartet uns nichts wirklich Neues. Das bedeutet aber nicht, dass Atkinson als bescheuerter Pseudoagent nicht zu unterhalten versteht. Gerade die Szenen, in denen sich der Regisseur ironisch auf das ernsthaftere Vorbild, also auf James Bond, bezieht, vermitteln dem Zuseher einen Eindruck von Atkinsons Können. Die bekannte Verfolgungsjagd aus "Casino Royale" (2006), die Daniel Craig in körperlicher Höchstleistung über einen wahnsinnigen Baustellenparkour turnen lässt, wird bei Rowan Atkinson zu einer Darstellung souveräner Zurückhaltung. Während sein athletischer Kontrahent über Häuserdächer sprintet und Meisterschaft im Kampfsport demonstriert, glänzt die Figur des Johnny English durch gewitzte Bewegungslosigkeit, die ihn manchmal sogar schon cooler aussehen lässt als das große Vorbild vom MI6.
Im Großen und Ganzen handelt es sich beim neuen "Johnny English" also um einen unterhaltsamen Film, der zwar nicht unbedingt das Genre der Agentenparodie revolutioniert, auf jeden Fall aber ein lustiges Kinoerlebnis garantiert. Fans von Rowan Atkinson kommen auf ihre Kosten, auch wenn man den Komiker schon in besseren Streifen gesehen hat.

