Im Reich der Raubkatzen

Regie: Alastair Fothergill
Schauspieler: Thomas Fritsch als Erzähler
Genre: Dokumentarfilm
Länge: 93 min.
Land: USA 2011
Starttermin Deutschland: 19.04.2012
FSK: ab 6 Jahre
Filmverleih: Walt Disney
Originaltitel: African Cats

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Ganz in bekannter Disney-Manier haben die Walt Disney Studios Motion Pictures mit dem Naturfilm „Im Reich der Raubkatzen“ tierische Abenteuer aus den Leben mehrerer Löwen- und Gepardenrudel auf die Leinwand gebannt. Unter der Regie von Keith Scholey wurden die Naturaufnahmen des bekannten Naturfilmers Alastair Fothergill in einen familienfreundlichen Film eingebettet.



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„Im Reich der Raubkatzen“ verknüpft die Geschichten mehrerer Tierfamilien miteinander, die in der Serengeti in Tansania und Kenia zu Hause sind. Eine junge Löwenmutter und ihr Junges bleiben wegen einer Verletzung hinter dem Rudel zurück und müssen um ihr Überleben kämpfen. Gleichzeitig sind im Raubkatzen- SzeneRudel Machtkämpfe zwischen den männlichen Löwen um die Führung ausgebrochen. Eine Gepardenfamilie verliert auf der Flucht vor dem Löwenrudel zwei ihrer Jungen, die von Hyänen gefressen werden. 
Disney wäre nicht Disney, würden auch nicht auch in diesem Film die gezeigten Tiere gnadenlos vermenschlicht. Zuckersüße Tierkinder, kampfesmutige Löwenmütter, starke Rudelführer – kein Klischee über eine heile Familienwelt wird ausgelassen, sodass die Handlung nahezu unerträglich kitschig wirkt. Wilde Raubkatzen werden mit menschlichen Namen wie Layla, Mara oder Kali versehen. Ein Film über das wahre Leben der Tiere sieht anders aus. Was den Film dennoch sehenswert macht, sind die grandiosen Naturaufnahmen. Das gleißende Licht der Savanne, die atemberaubende Landschaft der Wüste werden in opulenten Bildern gezeigt, die jeden Naturliebhaber zum Schwärmen bringen. Die echten Tiere werden in ihrer ganzen Schönheit gezeigt, die Kameraaufnahmen von Alastair Fothergill, der bereits 2009 in „Unsere Erde“ seinen untrüglichen Blick für die Schönheit der Natur unter Beweis stellte, sind wahrlich meisterhaft gelungen. 
Dem Erzähler des Films, dem Schauspieler Samuel L. Jackson, gelingt es leider nur unzureichend, den wunderschönen Bildern gerecht zu werden, zu sehr leidet der Text unter den fast schon schmalzig zu nennenden Phrasen. In der deutschen Übersetzung wird die Rolle des Erzählers von Thomas Fritsch übernommen.
„Im Reich der Raubkatzen“ ist bereits die vierte Produktion der Disneytochter Disneynature, die sich zum Ziel gesetzt hat, hervorragenden Naturfilmern eine Plattform zu bieten. Vermutlich lassen sich jedoch reine Dokumentarfilme zu wenig gewinnbringend vermarkten, sodass die Naturaufnahmen in sentimentale Geschichten eingebettet werden. Naturliebende Zuschauer sind versucht, sich die Ohren zuzuhalten und nur die Bilder auf sich wirken zu lassen.
Der Film wird ab dem 19. April 2012 in den deutschen Kinos zu sehen sein. Kinder werden ihre helle Freude an den niedlichen Tieren haben. Für Kinobesucher, die am wahren Leben der Raubkatzen interessiert sind, dürfte der Film zu sentimental und verkitscht sein. Dennoch lohnt sich wegen der wundervollen Naturaufnahmen, die am besten auf einer großen Leinwand wirken, auch für sie ein Kinobesuch. 


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