Gurinder Chadha

Die Regisseurin Gurinder Chadha ist im Londoner Stadtteil Southall aufgewachsen. Geboren wurde die Tochter indischer Eltern am 10. Januar 1960 in Kenia. Nach der Unabhängigkeit Kenias im Jahre 1961 kehrte die Familie zunächst nach Indien zurück. Aber noch im selben Jahr erfolgte die Übersiedlung nach Großbritannien.
Gurinder Chadha begann ihre berufliche Karriere als Reporterin beim staatlichen Rundfunk- und Radiosender BBC. Ihre ersten Reportagen entstanden für den Rundfunk. Schon bald wurde man auf ihre Begabung aufmerksam. Dokumentarfilme für den Sender folgten. Darunter auch einige preisgekrönte Werke wie der 30-minütige Dokumentarfilm „Ich bin Englisch, aber… .“ Der Film entstand 1989 für den Sender Channel Four. Die Regisseurin dokumentiert in dem Streifen das Leben junger englischer Asiaten im Kontrast der traditionellen Gepflogenheiten ihrer Eltern. Auch hier deutet sich schon das autobiografische Element in Gurinder Chadhas nachfolgenden Regiearbeiten an.
1990 gründete Gurinder Chadha ihre eigene Produktionsfirma Umbi Films. Ein Jahr später drehte sie ihren ersten Fiction-Film. Der Kurzfilm (11 Minuten) „Nizza Arrangement“ setzt eine britisch-asiatische Hochzeit in Szene. Ihr Regiedebüt für einen programmfüllenden Spielfilm gab Gurinder Chadha 1993. „Bhaji on the Beach“ ist eine feministische Komödie mit indischem Hintergrund. Politische und kulturelle Themen, die sich über drei Generationen spannen, werden mit viel Tempo und Witz erzählt.
Danach folgte eine größere Arbeit für die BBC – das zweiteilige Drama „Rich Deceiver“ (1995). Auch zahlreiche Dokumentationen lieferte die Regisseurin weiterhin für das Programm der BBC. Zum Kult-Film avancierte der Spielfilm „What’s Cooking?“ – die Geschichte von vier Familien in Los Angeles am Thanksgiving-Wochenende.
Chadhas auch kommerziell größter Erfolg ist der Spielfilm „Kick it like Beckham“, der 2002 entstand. In der Komödie geht es um eine junge Frau mit indischem Migrationshintergrund. Sie möchte Fußball spielen „wie Beckham“ und stößt dabei auf kulturell bedingte Widerstände ihrer Eltern. Die Regisseurin geht dabei gekonnt und humorvoll mit Klischees und eingefahrenen Vorurteilen um.
Erfolgreich war auch die filmische Umsetzung des Romans „Bride and Prejudice“ von Jane Austen. 2006 wurde Gurinder Chadha zum „Officer of the British Empire“ (OBE) ernannt. Sie ist mit dem Regisseur Paul Mayeda Berges verheiratet. Für dessen Film „Die Hüterin der Gewürze“ ( 2005) schrieb sie das Drehbuch.
Gurinder Chadha ist dem britischen Fernsehpublikum auch durch Auftritte wie in der BBC-Serie „Who do you think you are?“ in Erinnerung. Hier begab sie sich auf die Spurensuche nach den Wurzeln ihrer Familie in Kenia und dem indischen Bundesstatt Panjab.


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