Paul Verhoeven

Lebenswerk:

Paul Verhoeven wurde am 18.Juli 1938 in Amsterdam geboren. Sein Vater arbeitete als Lehrer, seine Mutter als Hutmacherin. 1943 zog die Familie nach Den Haag und machte dort einprägsame Kriegserlebnisse. Nach dem Krieg besuchte Verhoeven gemeinsam mit seinem Vater zahlreiche Kinovorführungen. Daneben entwickelte er ein großes Interesse für Comics. 

1955 begann er ein Studium der Mathematik und Physik an der Universität Leiden, wo er später auch promovierte. Schon während seines Studiums begann er mit der Herstellung von eigenen Kurzfilmen. Diese ermöglichten ihm später die Realisierung seiner ersten Dokumentationen und Spielfilme. Sein erster großer Erfolg war die 1969 entstandene Fernsehserie „Floris von Rosemund“ mit Rutger Hauer in der Hauptrolle.  Aus der Zusammenarbeit mit Hauer entstand eine langjährige Freundschaft, die jedoch 1985 ein unversöhnliches Ende nahm.

Nachdem Verhoevens erste Produktion fürs Kino „Was sehe ich...! Was sehe ich...!“ eher mit Zurückhaltung aufgenommen wurde, machte ihn sein nächster Film „Türkische Früchte“ über die nationalen Grenzen hinaus berühmt. Heute wird der Film als bester niederländischer Film aller Zeiten gehandelt. Seinen Ruf als Erfolgsregisseur konnte er 1977 mit einem Film über niederländische Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg, „Soldiers“, festigen. 1983 beendete er mit dem Horrorfilm „Der vierte Mann“ vorläufig seine Karriere als europäischer Filmemacher und begann seine Arbeit in Hollywood fortzusetzen.  Erst über 20 Jahre später sollte er mit „Black Book“ ein Comeback in Europa feiern.

In Amerika etablierte sich Verhoeven als Spezialist für großbudgetierte Filme mit innovativen Spezialeffekten. Darunter fallen Filme wie "RoboCop" (1987), "Total Recall" (1990), "Starship Troopers" (1997) und "Hollow Man" (2000). Seine Vorliebe für explizite Gewalt und Sexualität behielt er bei. Einen Karriereknick erlebte er durch den Misserfolg von "Showgirls" (1995), einem Film über den Aufstieg und Fall einer Stripperin. Nach dem Erfolg mit dem Erotik-Thriller „Basic Instincts“ (1992) war es ein Rückschlag, mit dem nicht zu rechnen war. 

2006 konnte er mit „Black Book“ an seine alten Erfolge wieder anknüpfen. Sein zweiter Film über den niederländischen Widerstandskampf im zweiten Weltkrieg ermutigte ihn auch in Zukunft wieder vermehrt in Europa zu arbeiten. Der Film „Kneeling on a Bed of Violets“ wurde bereits angekündigt.

Filmografie:

1969: Floris (Fernsehserie)
1970: De Worstelaar
1971: Was sehe ich...! Was sehe ich...! (Wat zien ik)
1973: Türkische Früchte (Turks fruit)
1975: Das Mädchen Keetje Tippel (Keetje Tippel)
1977: Soldiers (Soldaat van Oranje)
1979: Voorbij, voorbij
1980: Spetters – knallhart und romantisch (Spetters)
1983: Der vierte Mann (De vierde man)
1985: Flesh and Blood (Flesh & Blood)
1987: RoboCop
1990: Die totale Erinnerung – Total Recall (Total Recall)
1992: Basic Instinct
1995: Showgirls
1997: Starship Troopers
2000: Hollow Man – Unsichtbare Gefahr (Hollow Man)
2006: Black Book (Zwartboek)


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